Viele Fotograf:innen kennen das Spiel: mehr Uploads, mehr Keywords, mehr Konkurrenz – aber die Erlöse pro Lizenz fühlen sich oft an wie „weniger bei mehr Arbeit“. Genau in diese Lücke setzt Stocksy United: eine kuratierte Premium-Stockagentur, organisiert als Genossenschaft, in der Artists nicht nur liefern, sondern (bei Aufnahme) Mitglied werden können. Das verändert nicht nur die Bezahlung, sondern auch die Frage, welche Art von Bildern überhaupt gefragt ist.
Was Stocksy ist – und warum es sich für Contributor anders anfühlt als klassische Agenturen
Stocksy ist nicht „noch eine Stockseite“, die alles nimmt, was technisch sauber ist. Die Plattform ist Premium + kuratiert. Für dich als Contributor heißt das:
- Du verkaufst nicht über Masse, sondern über Bildsprache, Konsistenz und Serie.
- Du arbeitest eher wie für ein Editorial/Brand-Portfolio als wie für eine Keyword-Fabrik.
- Deine Rolle ist näher an „Kreativpartner:in“ als an „Content-Lieferant:in“.
Das klingt nach Brand-Bla, ist aber praktisch relevant: Bei Stocksy gewinnen oft Motive, die du auch für ein Magazin oder eine Kampagne fotografieren würdest – nur eben lizenzierbar.
Entstehung: Reaktion auf den „Race to the Bottom“ im Stockmarkt
Stocksy entstand als bewusster Gegenentwurf zur Entwicklung, die viele Contributor seit Jahren spüren: Preisdruck, Austauschbarkeit, Plattformregeln, die sich ohne Mitbestimmung ändern können. Die Gründungsidee war: Premium-Preise + faire Beteiligung + kuratorische Handschrift.
Für dich ist das wichtig, weil daraus eine klare Logik folgt: Stocksy sucht nicht „alles“, sondern einen bestimmten Look – und belohnt ihn.
Genossenschaftsmodell: Mehr als „gute PR“ – was das praktisch für dich bedeutet
„Cooperative“ ist hier nicht nur Etikett. Für Contributor sind zwei Dinge entscheidend:
- Hohe Beteiligung pro Verkauf (Royalties)
Du bist nicht darauf angewiesen, 10.000 Downloads zu stapeln, um den Monat zu retten. Bei Premium-Stock kann schon weniger Volumen spürbar sein – wenn dein Content zur Nachfrage passt. - Patronage/Überschussbeteiligung (je nach Jahr/Regeln)
Statt dass Gewinne ausschließlich in einer Firmenstruktur hängen bleiben, kann es zusätzliche Ausschüttungen für Mitglieder geben. Das ist kein garantierter Bonus – aber es ist ein Signal, dass die Plattformlogik nicht ausschließlich „oben sammelt, unten produziert“ ist.
Contributor-Takeaway:
Stocksy ist eher „Portfolio-Asset“ als „Upload-Maschine“. Du baust dir eine Bibliothek, die über Jahre trägt – wenn du den Stil triffst.
Wie Stocksy kuratiert – und was das für deine Bildsprache bedeutet
Kuratierung heißt: Nicht nur technische Qualität zählt, sondern stimmige, markenfähige Bildwelten. Typisch gefragt sind:
- Authentizität statt Symbolik
echte Räume, echte Details, echte Situationen - keine „zu perfekten“ Stock-Posen
- Serien statt Einzelbilder
Stocksy liebt Content, der als Story-Set funktioniert. - Konsequenter Look
- „Commercial-usable“, ohne nach Werbung auszusehen
Für wen Stocksy besonders interessant ist
Stocksy passt gut, wenn du …
- gern in Serien denkst und nicht nur Einzelshots produzierst
- einen starken, konsistenten Stil hast (oder bewusst entwickeln willst)
- eher Lifestyle, Travel, Food, Portrait, Dokumentarisches machst
- bereit bist, kuratorisches Feedback (implizit über Annahme/Ablehnung) als Teil des Prozesses zu akzeptieren
- dein Stock-Portfolio als langfristiges Asset bauen willst
Stocksy passt eher nicht, wenn du …
- auf reine Menge setzt (High-Volume-Upload, generische Motive)
- primär isolierte Freisteller/Icons/„Business-Klischees“ produzierst
- schnelle, planbare Abnahme ohne Stilvorgaben erwartest
- keine Zeit/Lust hast, Releases & Serien konsequent zu organisieren
Infos für Contributor: Artist for Stocksy

